Weißer Hautkrebs – Plattenepithel- und Basalkarzinom

Diagnose HautkrebsDer weiße Hautkrebs, auch heller Hautkrebs genannt, ist wohl die Krebsart, die am häufigsten vorkommt. Die Erkenntnis, dass es aber Hautkrebs ist, erfolgt häufig zu spät.

Laut der Charité in Berlin tritt der weiße Hautkrebs in Deutschland bei etwa 200.000 Patienten pro Jahr neue auf. Somit gilt diese Hautkrebsart als die Krebsart, die am häufigsten auftritt. Der wesentlich bekanntere schwarze Hautkrebs, ist zwar gefährlicher als weißer Hautkrebs, bricht aber deutschlandweit lediglich bei ungefähr 20.000 Menschen im Jahr aus. Weißer Hautkrebs ist leider auf dem Vormarsch. Laut der European Skin Cancer Foundation, kurz ESCF genannt, gibt es Zuwachsraten von fünf bis sieben Prozent pro Jahr. Zwar ist weißer Hautkrebs normalerweise zu hundert Prozent heilbar, aber dafür ist es unabdingbar, dass er rechtzeitig diagnostiziert wird.

Weißer Hautkrebs tritt in unterschiedlichen Formen auf, dazu gehören:

  • Aktinische Keratose (Frühform vom Spinalioms bzw. dessen Vorstufe)
  • Spinaliom (Plattenepithelkarzinom, auch als Stachelzellkrebs bekannt)
  • Basaliom (Basalzellkarzinom)

Bei allen Varianten in denen der helle Hautkrebs auftreten kann, lässt sich die bösartige Hautveränderung leicht erkennen. Gerade deshalb wurde eine Hautkrebs-Früherkennung durch die gesetzlichen Krankenkassen eingeführt. Jeder Versicherte ab dem 35. Lebensjahr kann sich im Abstand von zwei Jahren bei einem Hautarzt untersuchen lassen und eine Früherkennungsuntersuchung durchführen. Es gibt auch speziell geschulte Hausärzte, die diese Untersuchung anbieten. Während dieser untersucht der Arzt die Haut auf Veränderungen, die auffällig sind.

Wie entsteht weißer Hautkrebs überhaupt?

Sonnenbrand KrebsgefahrUrsächlich für die Entstehung von hellem Hautkrebs ist die ultraviolette (UV) Strahlung der Sonne. Sie dringen in die Hautzellen des Menschen vor und schädigen dort das vorhandene Erbgut. Deshalb ist es ratsam nicht auf Sonnenschutz zu verzichten. Gerade wer viel in Freien ist, verzichtet darauf gerne einmal, weil er sich als abgehärtet empfindet. Allerdings kann dies täuschen, denn die Strahlung ist unsichtbar und gefährlich. Häufige Sonnenbrände steigern das Risiko irgendwann an hellem Hautkrebs zu erkranken.

Handelt es sich bei der Veränderung des Erbgutes durch das UV-Licht nur um wenige Mutationen, so erkennt dies der menschliche Körper und geht selbst dagegen vor. Handelt es sich allerdings um lange und intensive Aussetzung, dabei zählen alle Aufenthalte in der Sonne zusammen, so bekommt das Abwehrsystem des Menschen Probleme und kann nicht mehr alle Zellen reparieren. Daraus entstehen dann veränderte Zellen, die als weißer Hautkrebs bekannt sind.

Weißer Hautkrebs kann allerdings noch andere Auslöser haben, als die UV-Strahlung. Radioaktive Bestrahlung, beispielsweise bei einer anderen Krebserkrankung, genetische Veranlagung oder der Kontakt mit Substanzen die Krebs auslösen können, bilden weitere Risikofaktoren für eine Erkrankung. Des Weiteren kann ein schwaches Immunsystem, zum Beispiel bei einer HIV Infektion oder nach einer Transplantation von einem Organ, ausschlaggebend dafür sein, dass das Risiko steigt, an weißem Hautkrebs zu erkranken.

Weißer Hautkrebs – welche Formen gibt es?

Aktinische Kreatosen – Frühform

Bei Aktinischen Kreatosen liegt in der oberen Hautschicht eine Verhornungsstörung vor. Diese wird durch eine chronische Lichtschädigung verursacht. Aktinische Kreatosen gehören ebenso zu den Hauttumoren und sind eine Frühform des weißen Hautkrebses oder besser gesagt vom Plattenepithelkarzinom. Laut aktuellen Untersuchungen bilden sich aus etwa 10 Prozent aller Aktinischen Kreatosen im Weiteren Verlauf Plattenepithelkarzinome. Diese sind auch unter dem Begriff Spinaliome bekannt. Äußerlich können sich diese beiden Hautkarzinomarten sehr ähneln. Bei der Aktinischen Kreatosen allerdings, bilden sich keine Metastasen (Ausstreuung in andere Körperteile), sondern die Zellen setzen sich nur in der obersten Hautschicht, der Epidermis, auch Oberhaut genannt, fest.

Plattenepithelkarzinom

Das Plattenepithelkarzinom gehörte zu den bösartigen Tumoren in der Haut, die am zweithäufigsten Vorkommen. Bislang beträgt das Durchschnittsalter für Neuerkrankungen noch 70 Jahre. Frauen sind weniger häufig betroffen als Männer, weil sie meist nicht im freien Arbeiten und kaum Pfeife rauchen (Teer). Hinzu kommt noch die Glatzenbildung, die bei Frauen nur sehr selten vorkommt. Diese führt beim Mann zu einer erhöhten Lichtbelastung mit UV-Strahlen. Häufig entsteht das Spinaliom, wie das Plattenepithelkarzinom auch genannt wird, aus Aktinischen Keratosen.

Nicht nur auf der normalen Haut kann das Plattenepithelkarzinom auftreten, sondern auch auf den Schleimhäuten. Hier ist zeigt es ein verschiedentliches Aussehen und tritt häufig auf. Warzenähnliche Formen sind ebenso möglich, wie Karzinome, die aussehen wie ein Geschwür und zudem nässen. Neben der Zunge sind die Schleimhäute an der Analregion, der Vagina und dem Penis am meisten betroffen.

Basalzellkarzinome

In den USA, in Europa und Australien gehört das Basalzellenkarzinom, auch Basaliom oder Basalzellkrebs genannt, zu dem Tumor, der am häufigsten in der Haut auftritt. In Nord- und Mitteleuropa erkranken jährlich etwa 100 Menschen von 100.000 Einwohnern an der Krebsart. In Australien liegt die Zahl mit 250 Personen schon deutlich höher, denn es ist auch immer davon abhängig wie intensiv die Sonneneinstrahlung am jeweiligen Ort ist. Einen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt es beim Basalzellkarzinom nicht, wie es beim Plattenepithelkarzinom vorhanden ist. Das Durchschnittsalter für Erkrankte liegt bei 60 Jahren, allerdings sind die Patienten während der vergangenen Jahre deutlich jünger geworden.

Die Ausbildung des Basalioms erfolgt in der Keimschicht (Basalzellschicht) der Haut oder den Wurzelscheiden von Haarfollikeln. Das Gewebe der Haut kann das Basalzellkrebs an seinem Entstehungsort gut zerstören. Deshalb ist eine frühzeitige Behandlung, gerade im Bereich der sichtbaren Hautregionen, wie beispielsweise dem Gesicht, unbedingt notwendig. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich Metastasen in anderen Organen bilden ist gering, die Häufigkeit liegt unter 1:1.000. Deswegen wird das Basaliom nur als semimaligne (halb bösartig) eingestuft und nicht so gefährlich für die Gesundheit. Trotzdem ist es wohl die gefährlichste Art vom weißen Hautkrebs und benötigt eine Behandlung vom Arzt.

Wie lässt sich weißer Hautkrebs erkennen?

Hautkrebs DermatologeIm Gegensatz zu anderen Tumorarten lässt sich weißer Hautkrebs mit bloßem Auge erkennen. Deswegen ist es für jeden ratsam darauf zu achten, ob an seiner Haut Veränderungen vorkommen und wie diese aussehen. Gerade Bereiche, die häufig der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind, benötigen eine genauere Beobachtung, dazu zählen unter anderem:

  • Unterarme
  • Dekolleté
  • Gesicht.

Besonders gilt dies für Leute, deren Immunsystem sowieso schon geschwächt ist, die zu Sonnenbränden neigen oder sich häufig im Freien aufhalten oder dort arbeiten. Nicht nur die gerade genannten Regionen kann weißer Hautkrebs befallen, sondern ebenso die Schleimhäute. Dies wissen die wenigsten und kontrollieren dann die entsprechenden Stellen nicht. Dabei ist es wichtig alle Schleimhäute, egal ob sie sich im Anal-, Genital- oder Kopfbereich befinden, regelmäßig zu untersuchen, ob Veränderungen vorhanden sind. Wirkt irgendetwas auffällig, gilt es zeitnah einen Termin bei einem Dermatologen (Hautarzt) auszumachen und wahrzunehmen. Der Arzt kann mit Sicherheit sagen, ob es weißer Hautkrebs ist oder nicht. Wenn ja, wird er die entsprechende Behandlung gegen den Krebs einleiten.

Wie häufig kommt heller Hautkrebs vor?

Weltweit gehört weißer Hautkrebs zu den Formen von bösartigen Tumoren, die Schätzungen zufolge am häufigsten vorkommen. In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 130.000 Menschen an Basalzellkrebs. Durchschnittlich liegt das Alter der Patienten bei 60 Jahren, aber in der letzten Zeit betrifft auch viele jüngere Menschen diese Erkrankung. Ebenso nimmt die Anzahl der Fälle, in denen heller Hautkrebs diagnostiziert wurde, deutlich zu. Dies liegt nicht nur an der Leichtsinnigkeit der Menschen, ihrem Verhalten in der Freizeit und den veränderten Bedingungen in der Umwelt, sondern auch am zunehmenden Alter. Helle Augen, helle Haut und blondes oder rotes Haar sind generell Risikofaktoren. Menschen die diese Eigenschaften aufweisen, neigen dazu ein Basaliom auszubilden. Einmal dran erkrankt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass weißer Hautkrebs im Kopf-Hals-Bereich auftritt bei etwa 80 Prozent.

Gerade ältere Menschen und hier vor allem Männer, erkranken häufiger an aktinischer Keratose. Aus dieser kann sich innerhalb von ein paar Jahren ein Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) entwickeln. Ungefähr jeder Zehnte, der an aktinischer Keratose leidet, bildet schlussendlich ein Plattenepithelkarzinom aus. Häufige Sonneneinstrahlung begünstigt die aktinische Keratose. Sie entsteht hauptsächlich an Stellen auf der Haut, die sich nicht so leicht schützen lassen, wie dem Gesicht oder den Handrücken.

Als bösartiger Tumor, der am zweithäufigsten vorkommt, gilt das Plattenepithelkarzinom. Pro 100.000 Einwohner in Mitteleuropa erkranken ungefähr 20 bis 30 Personen an dieser Art vom weißen Hautkrebs. Dabei ist es leider so, dass in neun von zehn Erkrankungen das Spinaliom im Gesicht auftritt.

Welche vorbeugenden Maßnahmen sind möglich?

Weißer Hautkrebs UntersuchungNicht nur die UV-Strahlung (ultraviolette Strahlung) von der Sonne kann die Bildung von hellem Hautkrebs fördern, sondern auch die im Solarium. Gefürchtet ist in der Gesellschaft vor allem der schwarze Hautkrebs, auch Malignes Melanom genannt. Weißer Hautkrebs kommt allerdings wesentlich öfter vor und kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Die Behandlung verläuft in der Regel gut, so dass die Gesundheit danach nicht mehr beeinträchtigt ist..

Inzwischen hat sich die Anzahl der Patienten, bei denen sich Hautkrebs bildet, deutlich erhöht. Dies liegt nicht nur an der Abnahme der Ozonschicht, die unsere Erde eigentlich vor der Sonneneinstrahlung schützt und dem ungeschützten Sonnenbaden der Menschen, sondern daran, dass diese ein immer höheres Alter erreichen.

Vorbeugen ist hier besser als alles andere. Weißer Hautkrebs lässt sich zwar im Normalfall hundertprozentig heilen, aber es ist trotzdem eine unangenehme Erkrankung, die immerhin mit bösartigen Tumorzellen einhergeht. Deswegen ist es inzwischen eigentlich unabdingbar Sonnenbränden vorzubeugen und nicht ungeschützt in die Sonne zu gehen.

Besonders empfindlich ist die Haut von Kindern bis zu einem Alter von 16 Jahren. Hier gilt es die Haut unbedingt zu schützen, dass kein Sonnenbrand entstehen kann. In diesem Alter ist das Risiko für Hautkrebs deutlich höher und Sonnenbrände lassen dieses noch weiter ansteigen. Ein bleibender Schaden an der Haut kann auch dann entstehen, wenn der Sonnenbrand gut verheilt. Dieser zeigt sich häufig erst Jahre oder Jahrzehnte später, wenn sich weißer Hautkrebs oder auch schwarzer Hautkrebs entwickelt. Kleinkinder bis zu einem Jahr, gilt es besonders zu schützen, denn ihre Haut hat den Eigenschutz noch nicht voll entwickelt.

Der beste Schutz vor Hautkrebs ist die Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung. Sicherlich lässt sich dies nicht immer vermeiden, aber wenn dann gilt es unbedingt Sonnenschutzlotion aufzutragen und empfindliche Körperstellen mit Kleidung zu bedecken. Inzwischen gibt es Kleidung, die in der Lage ist UV-Strahlen herauszufiltern und nicht zur Haut durchzulassen. Wer kann sollte es vermeiden in der Zeit von 11 bis 16 Uhr direkt in die Sonne zu gehen, denn während dieser Stunden scheint sie besonders intensiv. Zusätzlich gilt es reflektierende Oberflächen zu meiden, denn diese erhöhen die Intensität der ultravioletten Strahlung. Zu diesen Oberflächen gehören:

  • Sand
  • Wasser
  • weiß bemalte Flächen
  • Beton

Damit die UV-Strahlung auf die Erde gelangen kann und somit auch auf die Haut der Menschen, ist nicht unbedingt strahlend blauer Himmel erforderlich. Viele unterschätzen die Gefahr, wenn Nebel herrscht oder bewölkter Himmel, dabei ist hier noch mehr Vorsicht geboten. Durch die Streueffekte, die bei diesen Wettersituationen entstehen, erhöht sich sogar die Gefahr der ultravioletten Strahlung für den Menschen. Ein weiterer Faktor, den nur wenige Bedenken ist die UV-Strahlung aus Heimsonnen oder Solarien. Diese kann genauso die Entstehung von Hautkrebs fördern. Weshalb Ärzte von Besuchen im Sonnenstudio abraten, gerade wenn sie häufig sind.

Lichtschutz durch Brillen, Kleidung und Sonnencremes

Der Mensch ist im Grunde genommen ein Sonnenanbeter und möchte sich eigentlich nicht nur in geschlossenen Räumen und im tiefen Schatten aufhalten, damit seine Haut vor der Sonne geschützt ist. Die richtige Kleidung und eine passende Kopfbedeckung bieten schon einen gewissen Schutz. Gerade für Männer die eine hohe Stirn oder eine Glatze haben, ist der Kopfschutz wichtig. Ebenso gilt dies für Kleinkinder und Babys, welche sich genauso wenig ungeschützt in der Sonne aufhalten sollten. Effektiver Sonnenschutz durch Kleidung ist nur durch das Tragen von Textilien möglich, die UV-dicht sind. Hier gibt es inzwischen nicht nur Oberbekleidung, sondern auch Kopfbedeckungen, die breite Krempen haben.

Nicht nur bei der Haut ist ein Schutz vor dem UV-Licht nötig, die Augen gilt es auch zu schützen. Schirmmützen oder Hüte mit breiter Krempe sind schon einmal ein guter Anfang, aber perfekt sind diese nur in Kombination mit Sonnenbrillen, die UV-Licht aufnehmen. Gerade wenn die Belastung mit ultravioletten Strahlen sehr hoch ist, wie beispielsweise im Gebirge, helfen sogenannte Gletscherbrillen. Diese haben nicht nur einen hohen UV-Filter, sondern zusätzlich extrem dunkle Gläser. Was nämlich nur Wenige wissen – Hautkrebs kann auch in den Augen auftreten!

Sonnenschutzpräparate, wie Cremes oder Lotionen, sind ideal um Partien des Körpers zu schützen, die unbedeckt sind. Ein hoher Lichtschutzfaktor (LSF) ist hier unbedingt von Nöten. Es sollte mindestens Lichtschutzfaktor 20 sein, bei Menschen die helle Haut haben, mindestens LSF 30 oder noch höher und zusätzlich einen UVA-Schutz. Dabei wird nicht nur das Risiko für Hautkrebs minimiert, sondern zusätzlich die vorzeitige, lichtbedingte Hautalterung reduziert. Dick auftragen heißt die Devise beim Sonnenschutz. Die Menge darf hier ruhig doppelt so hoch sein, wie es bei normalen Pflegeprodukten für die Haut üblich ist. Aufzutragen ist der Sonnenschutz aus der Tube oder Flasche etwa eine halbe Stunde vor dem Sonnenkontakt. Nur dann kann er richtig in die Haut einziehen und dann seine volle Wirkung entfalten. Nachcremen ist unerlässlich, wenn der Aufenthalt in der Sonne länger dauert. Nicht nur durch Wasser beim Schwimmen löst sich der Schutzmantel von der Haut, sondern auch durch Reiben oder Schwitzen. Nach einiger Zeit lässt so die Schutzwirkung der Lotionen oder Cremes nach. Wer baden geht, sollte unbedingt auf wasserfeste Produkte zurückgreifen. Für Menschen, die eine empfindliche Haut haben oder auf bestimmte Inhaltsstoffe allergisch sind, gibt es inzwischen Spezialpräparate zu kaufen.

Die Substanzen zum Lichtschutz in Sonnencremes bieten allerdings auch nur einen bedingten Schutz. Die maximale Zeit, welche für einen Aufenthalt in der Sonne zur Verfügung steht, lässt sich aus der Eigenschutzzeit der Haut und dem Lichtschutzfaktor des Sonnenschutzes berechnen, dafür die beiden Faktoren einfach multiplizieren. So ergibt sich beispielsweise aus einem Lichtschutzfaktor 20 und einer Eigenschutzzeit von 20 Minuten ein Aufenthalt von maximal 400 Minuten in der Sonne. Hautärzte empfehlen aber diesen nur zu zwei Dritteln auszunutzen, denn es zählen alle Aufenthalte im Sonnenlicht an einem Tag.

Hauttypen – natürlicher Sonnenschutz

Die Haut des Menschen besitzt einen gewissen Eigenschutz, was die Einstrahlung von UV-Licht betrifft. Abhängig ist dieser vom Hauttyp, woraus sich eine unterschiedliche lange Zeit ergibt, die ungebräunte Haut maximal der Sonne ausgesetzt sein kann, ohne dass sich Rötungen zeigen. Für die Eigenschutzzeit sind Werte herangezogen worden, die für den Aufenthalt im Sommer in der Mittagssonne gelten. Dabei handelt es sich um Richtlinien für Mitteleuropa. In anderen Gegenden, wie zum Beispiel am Mittelmeer, im Hochgebirge, bei reflektierender Umgebung oder in den Tropen, reduziert sich die Eigenschutzzeit deutlich.
Die Eigenschutzzeit der Haut richtet sich nach dem Hauttyp, der in sechs Kategorien unterteilt wird.

Hauttyp 1 – Eigenschutzzeit: < 10 Minuten

  • Hautfarbe: sehr hell
  • Haarfarbe: hellblond oder rötlich
  • Augenfarbe: hellgrau, grün oder blau
  • Braunfärbung der Haut: nicht vorhanden, es bilden sich Sommersprossen

Hauttyp 2 – Eigenschutzzeit: 10 bis 20 Minuten

  • Hautfarbe: hell
  • Haarfarbe: blond oder hellbraun
  • Augenfarbe: grau, grün oder blau
  • Braunfärbung der Haut: nur langsam, oft Sommersprossen, häufig Sonnenbrand

Hauttyp 3 – Eigenschutzzeit: 20 bis 30 Minuten

  • Hautfarbe: mittel
  • Haarfarbe: hellbraun oder dunkelbraun, manchmal auch schwarz oder blond
  • Augenfarbe: braun, ab und zu grau, grün oder blau
  • Braunfärbung der Haut: relativ schnell, kaum Sommersprossen, nur manchmal Sonnenbrand

Hauttyp 4 – Eigenschutzzeit: > 30 Minuten

  • Hautfarbe: olivfarben oder bräunlich
  • Haarfarbe: braun oder schwarz
  • Augenfarbe: braun
  • Braunfärbung der Haut: schnell, keine Sommersprossen, nur selten Sonnenbrand

Hauttyp 5 – Eigenschutzzeit: > 60 Minuten

  • Hautfarbe: dunkel
  • Haarfarbe: schwarz
  • Augenfarbe: schwarz
  • Braunfärbung der Haut: schnell dunkelbraun, kaum Sonnenbrand

Hauttyp 6 – Eigenschutzzeit: > 90 Minuten

  • Hautfarbe: dunkelbraun bis schwarz
  • Haarfarbe: schwarz
  • Augenfarbe: schwarz
  • Braunfärbung der Haut: schnell schwarzbraun, praktisch nie Sonnenbrand

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