Weißer Hautkrebs Heilungschancen – sehr gut bei Früherkennung

Im Gegensatz zu schwarzem Hautkrebs wird weißer Hautkrebs nur als halbbösartig (semimaligne) bezeichnet, weshalb die Heilungschancen deutlich höher sind. In der Regel bildet der helle Hautkrebs, wie der weiße Hautkrebs auch genannt wird, keine Metastasen.

Beim weißen Hautkrebs gibt es eigentlich, bezogen auf die Heilungschancen, keine Unterschiede zu anderen Krebsarten. Diese sind höher, je früher er erkannt wird. Nachdem weißer Hautkrebs als semimaligne gilt, sind die Heilungschancen sehr gut. Es gilt im Grunde genommen für alle Formen von diesem Krebs. Trotzdem darf es nicht dazu führen, dass die Kontrolle vernachlässigt wird. Auffällige Hautstellen oder andere Symptome gilt es vom Hautarzt oder einem geschulten Allgemeinarzt kontrollieren zu lassen. Denn ist der helle Hautkrebs einmal ausgebrochen, sollte die Behandlung zügig beginnen, denn nur so diese mit Erfolg zur vollständigen Heilung führen. Wird diese nicht behandelt sinken die Heilungschancen enorm.

Vorsorge ist wichtig für die Heilungschancen

Die wohl wichtigste Komponente für gute Heilungschancen bei hellem Hautkrebs ist die Früherkennung. Sie kann die Therapie maßgeblich beeinflussen, weil sie zeitig gestartet wird. Wer Wert darauf legt, sollte nicht nur selbst seinen Körper regelmäßig untersuchen, sondern auch die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen nutzen. Gesetzlich Versicherte haben ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre die Möglichkeit auf ein kostenloses Hautkrebs-Screening. Hier untersucht ein Dermatologe (Hautarzt) oder ein speziell geschulter Hausarzt alle Regionen des Körpers, auf krankhafte Veränderungen. Dabei gilt es die eigene Schamhaftigkeit zu überwinden, denn der Arzt untersucht die Haut von der Fußsohle bis zum Kopf.

Weißer Hautkrebs kann sich nämlich nicht nur an den typischen Stellen (Gesicht, Hals, Dekolleté) bilden, sondern auch auf den Schleimhäuten und den restlichen Hautpartien des Körpers. Zudem gilt es die Haut vor intensiver UV-Strahlung zu schützen, denn diese ist noch der häufigste Auslöser für Hautkrebs, egal ob schwarz oder weiß. Das Risiko steigt, gerade bei jüngeren Menschen, bei diversen Besuchen im Solarium, häufigen und regelmäßigen Sonnenbädern und Arbeit im Freien. Hier gilt es die allgemeinen Regeln zu beachten, damit sich weißer Hautkrebs nicht entwickeln kann.

Heilungschancen weißer Hautkrebs

Der Zeitpunkt an dem die Diagnose gestellt und wann mit der Behandlung begonnen wird, ist ausschlaggebend für die Heilungschancen bei weißem Hautkrebs. Befindet sich die Krebserkrankung noch im Frühstadium, so sind die Chancen auf eine vollständige Heilung sehr gut. Gerade, wenn es um die aktinische Keratose geht, die als Frühform vom hellen Hautkrebs gilt.

Einzig der Stachelzellenkrebs, medizinisch auch Spinaliom oder Plattenepithelkarzinom genannt, kann sich über die Lymph- und Blutwege im Körper ausbreiten. So können im schlimmsten Falle Metastasen (Tochterabsiedlungen von Krebszellen) entstehen. Die Hautkrebs-Heilungschancen sinken um ein Vielfaches ab, wenn es zu einer Metastasierung gekommen ist. Wichtig zu wissen ist, dass eine Pauschale Aussage über die Therapierbarkeit und die Prognosen bezüglich der Heilungschancen von hellem Hautkrebs nicht möglich sind. Es benötigt hier immer die Diagnose eines Facharztes und einer schnellstmöglichen Behandlung und umfangreichen Therapie. Nur so lässt sich feststellen, wie weit sich der Krebs im Körper ausgebreitet hat und wie gut die Chancen auf eine Heilung sind, wenn die Therapien anschlagen. Diese sehen je nach Art vom weißen Hautkrebs auch anders aus.

Aktinische Keratose

Einigen ist die aktinische Keratose auch als solare Keratose bekannt. Dabei handelt es sich um eine Hautveränderung, die als Frühstufe von hellem Haukrebs zu sehen ist. Mediziner bezeichnen sie auch als sogenanntes In-situ-Karzinom, weil die aktinische Keratose über Jahre unauffällig bleiben und sich dann zu einem Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) entwickeln kann. Im schlimmsten Falle greifen diese Krebszellen dann auf Hautschichten über die tiefer sitzen. Diese Form wird dann als invasives Plattenepithelkarzinom bezeichnet, weil es nicht nur auf der Haut ist, sondern weiter in den Körper vordringt. Die aktinische Keratose an sich, tritt relativ häufig in Erscheinung, wobei Männer öfter erkranken als Frauen. Sie bricht vor allem an Stellen des Körpers aus, die ständig der Sonne bzw. der UV-Strahlung ausgesetzt sind, wie Hals, Gesicht und Arme. Besonders anfällig sind Leute, die das 50. Lebensjahr überschritten haben und/oder zum Hautyp I oder II zählen.

Die aktinische Keratose lässt sich im Regelfall gut behandeln, wenn sie frühzeitig erkannt wird. Die Entwicklung dieser Form vom weißen Hautkrebs schreitet sehr langsam voran. Wird die solare Keratose allerdings nicht behandelt, so kann ein invasives Plattenepithelkarzinom entstehen und die Heilungschancen sinken rapide ab. Deswegen ist eine konsequente und frühzeitige Behandlung wichtig.

Die häufigste Behandlungsmethode bei der aktinischen Keratose besteht darin sie auf chirurgische Art und Weise zu entfernen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Exzision (herausschneiden)
  • Kürettage (herrausschaben mit einem scharfen Löffel)

Erstere Variante wird hauptsächlich dann genutzt, wenn der behandelnde Arzt es als wichtig erachtet das entfernte Gewebe zu untersuchen. Dies ist dann sinnvoll, wenn es darum geht festzustellen, ob eine Ausbreitung in tieferes Gewebe vorliegt. Alternativ ist es in einigen Fällen, abhängig vom Stadium und vom Ausbruchsort, auch möglich andere Behandlungsmethoden in Betracht zu ziehen, wie zum Beispiel:

  • Verdampfen (mittels eines Lasers)
  • Kryotherapie (vereisen)
  • Chemisches Peeling
  • Örtliche Chemotherapie

Eine Bestrahlung ist heute bei der aktinischen Keratose nicht mehr üblich, denn sie senkt die Heilungschancen, weil sich das Risiko für andere Krebsarten erhöht. Alle oben genannten Behandlungsmethoden bieten gute Chancen für eine Heilung. Welche der Arzt allerdings anwendet, hängt unter anderem davon ab, wo der weiße Hautkrebs ausgebrochen ist und wie groß die betroffene Fläche ist.

Plattenepithelkarzinom – Spinaliom

Weißer Hautkrebs gehört zwar eigentlich zu den semimalignen Tumoren, aber das Plattenepithelkarzinom, auch Stachelzellkarzinom genannt, zählt zu den bösartigen Hauttumoren. Betroffen von dieser Art des hellen Hautkrebses sind in den meisten Fällen hellhäutige und ältere Menschen, die sich dem Sonnenlicht häufig aussetzen oder ausgesetzt haben. Das Spinaliom befindet sich auf der Haut (oberflächlich) und lässt sich dadurch leicht erkennen und bemerken. Jedoch bemerken viele es nicht rechtzeitig, denn der Übergang aus einer Vorschädigung zum Krebs geht häufig unbemerkt vonstatten.

Fallen Veränderungen an der Haut auf, ist es in jedem Fall ratsam einen Arzt aufzusuchen und diese untersuchen zu lassen. Wichtig zu wissen ist, dass ein Spinaliom Metastasen (Tochtergeschwulste) bilden kann. Deswegen ist eine frühzeitige Erkennung für die Heilungschancen sehr wichtig. Ein guter Arzt untersucht aus diesem Grund, wenn ein Verdacht auf diesen Krebs besteht, nicht nur die Haut, sondern auch andere Körperregionen mittels Ultraschall, durch Röntgen oder mit einer Computertomographie. Die beiden letzteren Untersuchungsmethoden sind eigentlich nur dann notwendig, wenn der Verdacht besteht, dass das Plattenepithelkarzinom bereits gestreut hat.

Je früher eine Behandlung und Therapie beginnt, desto höher sind die Heilungschancen bei dieser Form vom weißen Hautkrebs. Handelt es sich noch um ein kleines Spinaliom, so kann es sein, dass der Arzt versucht, den Tumor durch eine Operation komplett zu entfernen. Diese Methode kommt häufig auch dann noch zur Anwendung, wenn benachbarte Lymphknoten schon betroffen sind. Sie entfernt der behandelnde Arzt dann bei dem Eingriff normalerweise gleich mit. Wichtig ist dabei, dass er den Tumor und, wenn vorhanden, die Metastasen, komplett entfernt. Nur so sind die Heilungschancen wirklich gut. Lässt sich nicht alles entnehmen, so kommen noch eine Chemotherapie und eine Bestrahlung in Betracht, um die Chancen für eine Heilung zu verbessern.

Basaliom – Basalzellkarzinom

Im Gegensatz zum Plattenepithelkarzinom bildet das Basaliom, auch Basalzellkarzinom genannt, normalerweise keine Tochtergeschwüre (Metastasen) aus. Weshalb die Heilungschancen für diese Art weißer Hautkrebs ganz gut sind, sofern er rechtzeitig erkannt wird. Ist dies nicht der Fall, kann er sich weiter ausbreiten. Das Basalzellkarzinom wächst dann nicht nur auf der Haut weiter, sondern geht auch in benachbartes Gewebe über und kann so Knorpelgewebe und Knochen befallen und zerstören. Deswegen wird das Basaliom von Medizinern nicht nur als weißer Hautkrebs, sondern auch als semimaligner (halbbösartiger) Tumor bezeichnet.

Hauptsächlich tritt das Basalzellkarzinom dann auf, wenn eine intensive und langjährige Aussetzung der UV-Strahlung vorliegt oder aber genetische Faktoren. Grundsätzlich kann dieser Art weißer Hautkrebs überall auftreten, aber in 80 Prozent aller Fälle betrifft sie den Hals- und Kopfbereich. Früher wurde das Basaliom hauptsächlich operativ entfernt oder mit einer Bestrahlung behandelt. Inzwischen stehen wesentlich mehr Behandlungsmethoden zur Verfügung. Dabei ist die Therapie von einigen Faktoren abhängig, zum Beispiel von:

  • Art des Basalzellkarzinoms
  • Betroffene Gewebestellen
  • Größe bzw. Ausbreitung
  • Alter und/oder Allgemeinzustand des Patienten

Sind diese Faktoren geklärt, kommt es bei den Heilungschancen von dieser Art weißer Hautkrebs noch darauf an, wie effektiv die Therapie ist, die vom Arzt angeordnet wurde. Grundsätzlich stehen hier zur Auswahl:

  • Operation (meist ambulant)
  • Strahlentherapie
  • photodynamische Therapie (Behandlung mit speziellem Licht)
  • spezielle Medikamente zum Anhalten der Erbgutverdopplung

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