Weißer Hautkrebs im Anfangsstadium – wie lässt er sich erkennen?

Weißer Hautkrebs im Anfangsstadium hat einen entscheidenden Vorteil in der Früherkennung – er lässt sich mit bloßem Auge erkennen. Tumore der inneren Organe lassen sich leider nicht so leicht erkennen. Deswegen ist es wichtig, dass jeder darauf achtet, ob sich seine Haut verändert.

Dabei gilt es zwar hauptsächlich darauf zu achten, ob sich die Hautbereiche, die häufig dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, verändern. Anfällig sind vor allem die Unterarme, das Dekolleté und das Gesicht. Gerade Menschen, die im Freien arbeiten, gerne und viel in der Sonne sind, oft das Solarium besuchen, zu Sonnenbränden neigen oder ein geschwächtes Immunsystem besitzen, sollten hier besonders häufig und gründlich kontrollieren. Wichtig sind bei diesen Kontrollen nicht nur die eben genannten Bereiche in Augenschein zu nehmen, sondern auch alle Körperregionen inklusive der Schleimhäute. Was viele nicht wissen ist, dass sich weißer Hautkrebs auch auf den Schleimhäuten bilden kann, und zwar nicht nur im Kopfbereich, sondern auch im Anal- und Genitalbereich. Wer Veränderungen oder Auffälligkeiten feststellt, sollte in keinem Fall zögern und sofort einen zeitnahen Termin beim Dermatologen (Hautarzt) vereinbaren.

Wodurch wird weißer Hautkrebs im Anfangsstadium verursacht?

Weißer Hautkrebs ist im Volksmund auch als heller Hautkrebs bekannt und die Medizin unterscheidet ihn deutlich vom schwarzen Hautkrebs, dem sogenannten malignem Melanom. Hauptsächlich verursacht wird dieser Krebs im Anfangsstadium durch UV-Strahlung. Deswegen zeigt sich heller Hautkrebs hauptsächlich an den Stellen vom menschlichen Körper, der häufig einer Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Typische Ausbruchsstellen für den weißen Hautkrebs sind:

  • im Gesicht
  • auf der Kopfhaut
  • auf den Oberseiten der Arme und/oder Hände

Deswegen ist es wichtig, immer auf ausreichenden Sonnenschutz zu achten, wenn ein Aufenthalt im Freien ansteht. Auch Leute, die an der frischen Luft arbeiten und relativ unempfindlich sind, was einen Sonnenbrand angeht, sollten nicht auf Sonnenschutzlotion oder -creme verzichten. Durch diese lässt sich die Selbstschutzzeit der Haut enorm verlängern und sie bekommt einen wesentlich besseren Schutz. Trotzdem ist es wichtig, dass jeder selbst seine Haut regelmäßig kontrolliert, damit weißer Hautkrebs im Anfangsstadium rechtzeitig erkannt wird.

Selbstkontrolle ist wichtig

Natürlich hat jeder, der gesetzlich versichert ist, ab dem 35. Lebensjahr die Möglichkeit sich alle zwei Jahre auf Hautkrebs untersuchen zu lassen. Trotzdem liegt dazwischen eine große Zeitspanne, weshalb Selbstkontrolle unbedingt notwendig ist, nicht erst wenn sich Symptome zeigen. Insgesamt gibt es drei verschiedene Formen vom weißen Hautkrebs, die sich nach der Diagnose und Therapie wie folgt unterscheiden:

  • Basaliom
  • Aktinische Keratose
  • Spinaliom

Dabei ist die aktinische Keratose als Frühform oder Vorstufe von hellem Hautkrebs zu sehen und sollte nach der Diagnose eine Therapie bzw. Behandlung nach sich ziehen. Aber es kann auch durchaus vorkommen, dass sich die beiden anderen Arten des weißen Hautkrebses zuerst entwickeln. Grundsätzlich lässt sich weißer Hautkrebs gut behandeln, aber dafür ist eine rechtzeitige Entdeckung notwendig. Deswegen sollte jeder seine Schleimhäute und seine Haut regelmäßig kontrollieren und beim geringsten Verdacht einen Hautarzt aufsuchen. Die drei Formen vom hellen Hautkrebs äußern sich wie folgt:

Aktinische Keratose

Wie im oberen Teil des Textes schon einmal erwähnt ist die aktinische Keratose häufig die Frühform oder die Vorstufe von hellem Hautkrebs. Sie findet sich häufig in den Regionen des menschlichen Körpers, die viel der Sonne ausgesetzt sind. Anfänglich wird die aktinische Keratose häufig unterschätzt, denn sie zeigt sich durch kleine leicht rötliche Flecken. Diese entstehen durch erweiterte Blutgefäße, die sich unter einer ausgedünnten obersten Hautschicht stärker zeigen. Aus diesen entwickeln sich nach einiger Zeit Knötchen, die erst rötlich und flach sind und später verhornt und graubraun. Sie zeigt sich nur in seltenen Fällen einzeln, häufiger treten diese Hautveränderungen großflächig oder in kleineren Gruppen auf. Wer solche Veränderungen oder Symptome bemerkt, sollte sofort daran denken, dass es eventuell Krebs im Anfangsstadium sein könnte und gleich einen Termin beim Dermatologen vereinbaren. Dieser kann, wenn die Gesundheit gefährdet ist, gleich eine Behandlung einleiten.

Basaliom

Heller Hautkrebs in Form eines Basalioms zeigt sich vor allem im Hals-Kopf-Bereich. Typisch sind für diese Art vom weißen Hautkrebs leicht erhabene, kleine, glatte und glänzende Knoten. Ein Basaliom kann sich aber auch anders zeigen, und zwar durch schuppende Stellen auf der Haut, die einen Randsaum haben, der wie eine Perlenschnur aussieht und aus Knötchen besteht, die wenige Millimeter groß sind. Weißer Hautkrebs der sich als Basaliom im Anfangsstadium zeigt, ist meist hautfarben und maximal rötlich gefärbt. Basaliome sind die Form vom hellen Hautkrebs, die auch in die Tiefe wachsen kann. Dort wird dann das Gewebe zerstört und kann auch Knorpel und Knochen in Mitleidenschaft ziehen. Deswegen ist es wichtig, wenn sich solche Veränderungen zeigen, daran zu denken, dass es weißer Hautkrebs im Anfangsstadium sein könnte. Wer einen Verdacht in diese Richtung hat, weil sich Symptome zeigen, sollte unbedingt einen Hautarzt aufsuchen, um seine Gesundheit nicht weiter zu gefährden. Eine rasch eingeleitete Behandlung bietet heute sehr gute Heilungschanchen.

Spinaliom – Plattenepithelkarzinom

Das Spinaliom ist ebenfalls eine Form vom hellen Hautkrebs und ebenfalls unter dem Namen Plattenepithelkarzinom bekannt. Äußerlich variiert diese Art des weißen Hautkrebses stark. So kann es beispielsweise sein, dass es aussieht, wie ein nässends Geschwür oder aber einer Warze ähnelt. Am häufigsten Allerdings zeigt es sich durch Flecken, die entweder mit Krusten bedeckt sind oder sich rötlich, schuppend und ausgefranzt zeigen. Das Plattenepithelkarzinom kann sich während einiger Wochen rasant entwickeln, aber auch langsam und über Jahre hinweg. Kontrolle ist hier alles und wenn eine Hautstelle auffällt, dann ist es sinnvoller, diese kontrollieren zu lassen, als zu spät zu handeln. Weißer Hautkrebs im Anfangsstadium lässt sich gut behandeln, wenn er rechtzeitig entdeckt wird. Deswegen bei Veränderungen der Haut unbedingt zeitnah einen Termin beim Dermatologen vereinbaren. Er kann nicht nur Hilfe bieten, sondern auch die Gesundheit schützen und fördern.

Hautkrebs-Screening

Inzwischen ist in der gesetzlichen Krankenversicherung die Früherkennung von Hautkrebs verankert. So kann sich jeder, der dort versichert und über 35 Jahre alt ist, kostenlos alle zwei Jahre einem Hautkrebs-Screening unterziehen. Durchgeführt wird dies nicht nur von Hautärzten, sondern häufig auch von Hausärzten, die eine spezielle Schulung absolviert haben. Bei der Früherkennung schaut der behandelnde Arzt aber nicht nur nach den drei bereits oben genannten Arten vom weißen Hautkrebs, sondern auch nach Anzeichen für schwarzen Hautkrebs. Dabei wird er die Haut genau untersuchen, und zwar an allen Körperstellen. Schamhaftigkeit ist hier fehl am Platz, denn weißer Hautkrebs im Anfangsstadium und schwarzer Hautkrebs kann sich überall am Körper bilden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass der Arzt den kompletten Körper untersucht, und zwar von den Füßen bis zum Kopf. Kosten fallen dabei für den Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse nicht an, denn diese trägt komplett das Versicherungsunternehmen. Besonders vorsichtig sollten Personen sein, die zu mindestens einer Risikogruppe gehören. Hier ist es wichtig, zwischendurch selbst die Haut zu kontrollieren. Dies kann im Übrigen keinem Schaden und ist, beispielsweise nach dem Duschen, schnell erledigt.

Weißer Hautkrebs im Anfangsstadium – Risikofaktoren

Der größte Risikofaktor damit sich weißer Hautkrebs im Anfangsstadium zeigt, ist immer noch die UV-Strahlung. Das Risiko kann sich erhöhen, wenn es sich Personen dauerhaft der Sonneneinstrahlung aussetzen. Beispielsweise, wenn sie im freien Arbeiten oder ausgedehnte Sonnenbäder nehmen. Ebenso erhöht sich das Risiko für die Entstehung von weißem und schwarzem Hautkrebs, wenn ein Mensch häufig Sonnenbrände hat. Besonders gefährdet sind vor allem Leute, die lichtempfindliche und helle Haut haben und dadurch zu Sonnenbränden neigen. Die genetische Veranlagung kann aber auch ein gewisser Risikofaktor sein, ebenso der Kontakt mit krebsauslösenden Substanzen, radioaktive Bestrahlung, zum Beispiel bei einer anderen Krebstherapie oder wenn das Immunsystem geschwächt ist, beispielsweise bei einer HIV-Erkrankung oder nach einer Transplantation eines Organes. Nur wie oft tritt eigentlich weißer Hautkrebs im Anfangsstadium auf?

Häufigkeit von hellem Hautkrebs

Weltweit gehört weißer Hautkrebs im Anfangsstadium zu den bösartigsten Tumoren, die am häufigsten Auftreten – so zumindest Schätzungen. Jährlich erkranken etwa 130.000 Menschen in Deutschland an einem Basaliom. Am häufigsten betroffen sind Personen mit einem Alter von über 60 Jahren, aber in den letzten Jahren hat die Anzahl von jüngeren Menschen zugenommen, bei denen weißer Hautkrebs im Anfangsstadium diagnostiziert wurde. Ebenso ansteigend ist die Anzahl der Erkrankungen selbst. Experten führen dies nicht nur darauf zurück, dass das Alter der Menschen immer höher wird, sondern ebenso auf die sich veränderten Bedingungen in der Umwelt und das Freizeitverhalten. Basaliome bilden sich hauptsächlich bei Personen aus, die helle Augen, helle Haare (blond oder rot) und helle Haut besitzen. Betroffen ist vor allem die Kopf-Hals-Region, denn dort treten 80 Prozent aller Fälle von hellem Hautkrebs auf.

Männer haben im Gegensatz zu Frauen ein höheres Risiko an aktinischer Keratose zu erkranken. Diese bildet sich häufig innerhalb von ein paar Jahren zu einem Spinaliom (Plattenepithelkarzinom) aus, und zwar bei jedem Zehnten. Hauptsächlich ist die Haut am Handrücken und im Gesicht, weil diese vermehrt dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.

Das Gesicht ist auch die Fläche in der hauptsächlich das Spinaliom entsteht, und zwar in neun von zehn diagnostizierten Fällen. Das Plattenepithelkarzinom ist der bösartige Tumor, der nach dem Basaliom am zweithäufigsten auftritt. Dieser Krebs im Anfangsstadium zeigt sich bei etwa 20 bis 30 Menschen pro 100.000 Einwohner in Mitteleuropa.

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